Archive for May, 2009

scale under construction

Friday, May 29th, 2009

scale under construction from Sillenet on Vimeo.

Fragen über Fragen

Thursday, May 7th, 2009

1. Welchen virtuellen Dingen soll ein physisches Gewicht zugeschrieben werden?

2. Woraus ergibt sich das Gewicht, was bildet die Grundlage, was ist daran ablesbar?

3. Welche Paramter kann der User verändern, die das physische Gewicht und damit auch die Wirkung eines virtuellen Objekts auf seine reale Umgebung bestimmen?

4. Wie wirkt sich das physische Gewicht der virtuellen Dinge auf die Realität aus?

5. Wie kann physisches Gewicht vergleichbar gemacht werden?

6. Wieviele virtuelle Objekte kann der User anhand ihres physischen Gewichts vergleichen?

7. Wie kann der User virtuelle Dinge auswählen und an den Ort transportieren, wo sich das physische Gewicht auswirken soll bzw. wo es überhaupt messbar ist? Ist das überhaupt notwendig?

8. Macht es Sinn, virtuelle auf physische Objekte zu übertragen, um ein Messbarmachen des physischen Gewichts zu ermöglichen? Inwieweit spielt der Akt des “AufdieWaageLegens” eine Rolle?

9. Wo liegt die Schnittstelle zwischen Virtualität und Realität?

10. Inwieweit sollte sich sein physische Gewicht auch im Erscheinungsbild (Größe, Transparenz, Farbe) oder im Verhalten (Geschwindigkeit, Auswirkung der Gravitation, Trägheit, Wendigkeit, Charakterzüge) des virtuellen Objekts bemerkbar machen?

11. Welche Daten sind notwendig, (wie) sind sie zu beschaffen und zu nutzen? Handelt es sich um Echtzeitdaten?

12. Welche technischen Möglichkeiten gibt es?

Gewichtiges

Thursday, May 7th, 2009

Bedeutung, Rang, Wert, Interesse, Größe, Wirksamkeit, Ansehen, Einfluss, Stellenwert, Relevanz, Gehalt, Tragweite, Ballast, Gepäck, Belastung, Kraft, Prominenz, Aktualität, Popularität, Komplexität, Wichtigkeit, Betonung, Qualität, Nutzen, Bedeutsamkeit, Sinn, Marktwert, Intensität, Drastik, Dringlichkeit, Energie, Schwere, Menge, Potenzial, Auflage, Macht, Dimension, Ausmaß, Präsenz, Volumen, Inhalt, Information…

Über Gewicht und Wichtigkeit

Thursday, May 7th, 2009

Gewicht, Gewichtskraft und Masse

Die Gewichtskraft ist die Kraft, mit der ein Körper an seiner Aufhängung zieht oder auf eine Unterlage drückt. Gemessen wird die Gewichtskraft in der Einheit Newton (N), also einer Einheit der Kraft.

Die Begriffe „leicht“ und „schwer“ beziehen sich auf die Gewichtskraft, nicht auf die Masse. Während die Masse eines Körper unabhängig von seinem Aufenthaltsort ist, ist seine Gewichtskraft von der Schwerebeschleunigung abhängig. Ein Körper, der auf der Erde eine Masse von 100 kg hat, hat dieselbe Masse auch in der Schwerelosigkeit oder auf dem Mond. Seine Gewichtskraft ist hingegen an jedem dieser Orte anders. Derselbe Körper ist an einem Ort schwerer und am anderen Ort leichter.

Die Masse ist eine Ursache von Gravitation („schwere Masse“) und ein Maß für die Trägheit eines Körpers, das heißt seinen Widerstand gegenüber Änderungen seines Bewegungszustands („träge Masse“). Die Messung der schweren Masse eines ruhenden Körpers erfolgt durch Vergleich mit einer Referenzmasse. Zwei Massen sind gleich, wenn sie in einem homogenen Gravitationsfeld die gleiche Gewichtskraft erfahren. Dies kann man mit einer Balkenwaage überprüfen.

Im übertragenen Sinn wird Gewicht beispielsweise für das Gewicht eines Argumentes, eines Vorwurfs oder das Gewicht einer Variablen verwendet.

Die Gewichtskraft vermag Körper in Bewegung zu versetzen, ihre Bewegung zu ändern oder sie an einer Bewegung zu hindern. Körper können durch den Einfluss der Gewichtskraft verformt werden. Ein Körper besitzt keine Gewichtskraft, sondern die Gewichtskraft wirkt auf ihn.

Wirkung von Kraft

Kräfte erkennt man nur an ihren Wirkungen:
Eine Kraft kann die Geschwindigkeit oder Bewegungsrichtung eines Körpers ändern. Ein Kräftepaar kann einen Körper verformen (Deformation).

Davon gibt es zwei Arten:
Elastizität: Fähigkeit von Stoffen, eine Formänderung rückgängig zu machen, sobald die einwirkende Kraft wegfällt. Plastizität (Duktilität): Vermögen eines Werkstoffes, seine Gestalt beizubehalten, die durch eine Krafteinwirkung entstanden ist.

Um eine Kraft zu beschreiben, genügt es nicht, Zahlenwert und Einheit anzugeben; notwendig ist zusätzlich die Angabe der Richtung, in der die die Kraft wirkt:
Wenn die Kraft in die gleiche Richtung zeigt wie die Bewegungsrichtung des Körpers, auf den sie wirkt, beschleunigt sie ihn (Beschleunigung). Wenn die Kraft der Bewegungsrichtung entgegengesetzt ist, bremst sie ihn ab. Bei jedem anderen Winkel zwischen Kraft und Geschwindigkeit bewirkt die Kraft auch eine Richtungsänderung (Querbeschleunigung).
Die Verformung eines Körpers kommt genau genommen nicht durch eine einzelne Kraft zustande, sondern dadurch, dass an verschiedenen Angriffspunkten verschiedene Kräfte wirken (Spannung). Je nachdem, wie diese Kräfte gerichtet sind, wird der Körper gedehnt, komprimiert oder verzerrt.

Gewichtung

Unter Gewichtung (auch Wichtung, Gewichtungsfaktor, Wägungsschema) versteht man die Bewertung einzelner Faktoren eines Lösungsansatzes hinsichtlich ihrer Wichtigkeit. Damit bewirkt man, dass relevantere Faktoren größeren Einfluss auf das Ergebnis haben.

Wichtigkeit/ Bedeutsamkeit/ Relevanz

Bedeutsamkeit (Relevanz, Wichtigkeit) ist eine Bezeichnung des Grades der Wichtigkeit, der Sinnhaftigkeit, der Genauigkeit oder für die Stärke des Einflusses auf andere Dinge und Zusammenhänge. Sie ist ein Kriterium für Informationsqualität.

Bedeutsamkeit hängt vom Kontext ihrer Interpretation ab. Sie bezeichnet die Wichtigkeit eines Objekts gegenüber anderen Objekten in einem bestimmten Zusammenhang. Je größer die von Menschen wahrgenommene Wichtigkeit von etwas ist, desto mehr schenken sie diesem Objekt ihre Aufmerksamkeit und Beachtung. Was in einem Kontext relevant ist, kann in einem anderen also unwichtig sein. Bedeutsamkeit ist individuell und subjektiv deutlich unterschiedlich.

Die Bedeutsamkeit ist immer eine Quantifizierung, also ein einzelner Wert, der allerdings kaum objektiv messbar ist. Die Bemessung der Wichtigkeit eines Objektes erfolgt durch ein Subjekt und kann je nach Kontext auf einer objektiven oder einer subjektiven Methode beruhen: Eine objektive Methode liegt immer dann vor, wenn die zu bewertenden Parameter, deren Wertebereiche und Grenzwerte sich vollständig und eindeutig beschreiben lassen. Ist dies nicht möglich, so wird die Bewertung mehr oder weniger intuitiv, bzw. basierend auf Weltwissen, Lebenserfahrung und persönlichen Beziehungen und Neigungen durchgeführt, was eine subjektive Methode der Bemessung ist. Wesentlich beeinflusst wird die Relevanz vom Kollektiv der Menschen.

Die Bedeutung, die einer Sache oder Information beigemessen wird, hängt u. a. auch immer stark vom Betrachter ab: Was für einen Menschen sehr wichtig erscheinen mag, ist für den anderen eher unwichtig und uninteressant. Umfassend Bedeutsames erkennt man daran, dass es für viele/alle unverzichtbar ist, bzw. dass man bereut, es nicht bereits früher ins Bewusstsein gestellt zu haben (z. B. Offenbarungen, neue wissenschaftliche Weltbilder usw.). Oft erkennt man die Bedeutsamkeit (Wichtigkeit) einer Sache oder Information erst dann, wenn sie verlieren zu gehen droht oder verloren gegangen ist. Zudem ist die individuell gefühlte Bedeutsamkeit durchaus nicht immer die tatsächliche Bedeutsamkeit für dieses Individuum – die angenommene Wichtigkeit hat jedoch einen Einfluss auf die tatsächliche, da erstere das Handeln des Individuums bestimmt.

Die Wissenschaftstheorie definiert den Begriff der Relevanz relativ: Relevanz besteht hier nur in Relation zu einem Kontext. Mit Veränderung des Kontextes durch Veränderung von Komponenten oder Wechsel von Eckparametern (Paradigmen) ändert sich auch die Relevanz einzelner Umstände, Informationen, Theorien, Thesen.

Die reine Informationsmenge, z. B. die Zahl der Buchstaben oder die Zahl der Seiten, kann dieselbe sein, die Bedeutung ist es sicher nicht. Hier muss man sich anderer, weniger leicht quantifizierbarer Maßstäbe bedienen, um die Qualität zu messen. Beispiele für solche Maßstäbe für ein Buch können sein: Wie häufig wurde das Buch gekauft? Wie viele Auflagen hat das Buch erlebt? Wie lange gibt es dieses Buch schon? In wie viele Sprachen wurde es übersetzt? etc.

Die Wichtigkeit eines Bauelements innerhalb eines Gerätes lässt sich dagegen eindeutig aus der Konstruktion und Funktionsweise ableiten. So ist der Tonregler für die Funktion eines Kofferradios beileibe nicht so wichtig wie der Lautsprecher, ohne den man gar nichts hören könnte.

Vergleich

Schon K.D. USCHINSKI führte aus, daß der Vergleich die Grundlage jeglichen Verstehens und Denkens bildet: “Und sollten wir es einmal mit einem Gegenstand zu tun haben, den wir mit keinem anderen vergleichen oder von keinem anderen zu unterscheiden vermöchten (wenn es einen solchen Gegenstand überhaupt gäbe), dann könnten wir Keinen Gedanken über ihn fassen und kein Wort über ihn aussagen.”

Ein tertium comparationis existiert fast immer - also eine Dimension, ein gemeinsames Merkmal, vor dem als Hintergrund (als “Folie”) man Unterschiede sichtbar machen kann. Vergleichen ist ein sozusagen unschuldiges Unterfangen; allenfalls eines, das an die Kreativität, an laterales Denken appelliert. Kein Unterschied ohne Gemeinsamkeit.

Der Vergleich (auch: Komparation) bezeichnet eine grundlegende, auf Wahrnehmung basierende Methode, die zur Erkenntnis von Gemeinsamkeiten/Gleichheit oder Unterschieden zwischen Objekten der Realität führen soll. Eine prägnante Definition der Vergleichsmethode stammt von Alfred Brunswig: „Zwei Objekte vergleichen heißt: sie aufmerksam mit spezieller Hinsicht auf ihr gegenseitiges Verhältnis betrachten.“

Husserl: „Eine Vergleichung kann entweder das Ergebnis liefern, daß die betrachteten Inhalte gleich sind oder daß sie verschieden, d. h. nicht gleich sind.“

Vergleichen setzt Gemeinsames voraus (Vergleichbarkeit). Das bedeutet jedoch nicht, dass die beiden Objekte in Hinsicht auf die Merkmalsausprägung gleich sein müssen. Z.B. sind die zwei Töne C und D vergleichbar, weil sie u. a. das Merkmal/die Variable “Tonhöhe” gemeinsam haben. Hinsichtlich der Merkmalausprägung sind die Töne jedoch ungleich: C ist ungleich D.

Es ist anerkannt, dass das Auffinden gemeinsamer Merkmale einer zu untersuchenden Klasse von Objekten die erste Stufe der Erkenntnis der Entwicklungsgesetzmäßigkeiten dieser Klasse ist. Außerdem ermöglicht z.B. das Vergleichen das Messen numerisch ausdrückbarer Eigenschaften. Ein Klassifikationssystem setzt Vergleichen voraus. Das Erkennen eines Objekts erfordert, es von anderen Objekten zu unterscheiden und eine Ähnlichkeit mit verwandten Objekten und Erscheinungen festzustellen. Im Prozess der Erkenntnis bilden Unterscheidung und Ähnlichkeit eine untrennbare Einheit.

Verglichen werden können Objekte der Außenwelt (Menschen, Preise, Länder etc.) oder auch der Innenwelt (z.B. Begriffe oder Gedanken). Bezüglich der Art der Vergleichsobjekte unterscheidet Brunswig elf Arten von Vergleichen; u. a. Farb-, Zeit- und Wertvergleiche.

Wenn wir uns in unserer Umwelt bewegen, stellen wir unbewusst ständig Vergleiche an. Stehen wir vor einem Haus, denken wir vermutlich “Aha, es ist etwa 5-mal so hoch wie ich selbst”, also vielleicht 10 [m]. Jedes Mal beziehen wir uns bei allem was wir sehen auf eine bekannte, “begreifbare” Vergleichsgröße. Die Abmessungen einer Stecknadel, eines Autos, Hauses, Baumes oder Berges sind uns geläufig, unser Gehirn speicherte die Vergleichsgrößen seit frühester Kindheit. Das ist unsere gewohnte Alltagswelt, in der es uns nicht schwer fällt sie zu visualisieren.

Ein Vergleich ist dem Menschen immanent und so vergleicht er bereits im frühen Kindesalter. Von den Haaren auf dem Kopf über die Schuhe. Von den Fähigkeiten seines Pappas im Vergleich zu denen anderer Pappis. Im mündigen Alter vergleichen Männer Ihre Autos und Frauen, während Frauen….na, was schon…unter anderem Schuhe und Taschen (im vertrauten Kreise vielleicht auch mehr) vergleichen.

Mit einem Vergleich versuchen sich Menschen einzuordnen, Ihre gesellschaftliche Stellung auszuloten etc, wie sinnvoll dies auch sein mag.

Unterscheidung

Die Unterscheidung (oder „Differenzierung“) bezeichnet ein Verfahren, etwas aus einem Ganzen herauszulösen (von ihm zu „scheiden“) und es damit allererst als etwas wahrnehmen, denken, fühlen oder sich vorstellen zu können.

Das Unterscheiden als Verfahren ist zunächst ein Prozess der Beobachtung und der Beschreibung. Die Unterscheidung stellt Unterschiede zwischen einem bestimmten und allen anderen Sachverhalten fest. In der Regel werden zu diesem Zweck eine Untermenge aller einfachen Attribute der zu differenzierenden Dinge paarweise miteinander verglichen. Es findet also notwendig eine Abstraktion der betrachteten Objekte statt, die die Dimensionalität des Merkmalsraumes einschränkt. Ein Unterschied wird dann festgestellt, wenn die Dinge sich in mindestens einem Merkmal unterscheiden.

Damit ist sie die Voraussetzung zur Generierung eines jeden Begriffs und jeder Klassifikation. Sie ist außerdem die Voraussetzung für Erkenntnis, Kommunikation und Sprache. Dieses Prinzip lautet: „Die Unterschiede, die ich wahrnehme, sind Eigenschaften des Objekts, das ich wahrnehme“.

Eine besondere Bedeutung hat die Unterscheidung in einer Forschungsrichtung, die als Radikaler Konstruktivismus bezeichnet wird. Diese Forschungsrichtung geht davon aus, dass sich uns Gegenstände nicht von selbst zeigen und dass wir Unterschiede wie zum Beispiel Farben und Formen nicht unmittelbar und ohne eigenes Zutun mit den Sinnesorganen erfassen. Alle Gegenstände und alle ihre Qualitäten entstehen allein, weil wir selbst die Unterscheidungen treffen.

Relation

Als Relation wird im Allgemeinen eine bestimmte Beziehung zwischen Gegenständen oder insbesondere zwischen Objekten bezeichnet. Beim Begriff Relation muss man zwischen konstruierten Beziehungen (relatio rationis) und realen Beziehungen (relatio in natura) unterscheiden. Von realen Beziehungen spricht man, wenn Objekte sich in irgendeiner Form tatsächlich aufeinander beziehen. Von konstruierten (gedachten) Beziehungen spricht man, wenn Objekte in Beziehung gesetzt werden, etwa hinsichtlich ihrer Größe, Lage, Existenzdauer.

Physikalische Größe

Eine physikalische Größe ist eine quantitativ bestimmbare Eigenschaft eines physikalischen Objektes. Sie ist entweder direkt messbar (Messgröße) oder kann aus anderen Messgrößen berechnet werden (abgeleitete Größe). Den Zusammenhang zwischen physikalischen Größen vermitteln physikalische Gesetze. Die Objekte selbst – z. B. Gegenstände, Vorgänge oder Zustände – wie auch nicht quantifizierbare Merkmale – z. B. Aussehen oder Geschmack – sind keine physikalischen Größen.

Unterscheidungsmerkmal zwischen gleichartigen physikalischen Größen ist ihr Größenwert oder Messwert, der als Produkt aus Zahlenwert (auch Maßzahl genannt) und Maßeinheit angegeben wird.

Ein Vergleich von zwei Dingen erfordert stets ein Kriterium, anhand dessen der Vergleich stattfindet (tertium comparationis). Dies muss ein Merkmal (oder Eigenschaft) sein, das beiden Dingen zu eigen ist. Als physikalische Größe bezeichnet man ein Merkmal dann, wenn dieses einen Wert besitzt, so dass das Verhältnis zweier Merkmalswerte ein reeller Zahlenfaktor ist. Ein Vergleich anhand einer Größe ist somit quantifizierbar. Den Vergleichsvorgang zur Bestimmung des Zahlenfaktors bezeichnet man als Messung. Die Messbarkeit eines Merkmals, d. h. die Angabe einer eindeutigen und reproduzierbaren Messvorschrift für einen Vergleich, ist gleichwertig mit der Definition einer physikalischen Größe.

Die Physik stellt allgemeine Zusammenhänge zwischen Größenwerten auf, also Zusammenhänge, die für alle Träger dieser Größe gelten. Als Träger bezeichnet man hierbei alle Objekte, die die betrachtete Größe als Merkmal besitzen. Physikalische Zusammenhänge sind somit unabhängig von der konkreten Beschaffenheit eines Trägers.

Wenn das Verhältnis von zwei Größenwerten verschiedener Größen eine reelle Zahl ist, so bezeichnet man diese Größen als gleichartig. Die Größenart ist der Oberbegriff für alle Größen, für die das möglich ist. Die Größenart erweitert die Grenze der Vergleichbarkeit. An die Stelle der Größe als Vergleichskriterium tritt die Größenart. Zwei Objekte können also auch über zwei verschiedene Merkmale miteinander verglichen werden, sofern diese gleichartig sind. Außerdem kann ein Objekt anhand zweier gleichartiger Größen mit sich selbst verglichen werden.

Beispielsweise sind Breite, Höhe und Länge eines Quaders, Durchmesser eines Rohrs, Spannweite eines Vogels, Niederschlagshöhe, Wellenlänge usw. alles Größen der Größenart „Länge“. Sie können alle mit der Länge eines Zollstocks verglichen werden.

Die Definition einer Einheit unterliegt der menschlichen Willkür. Eine Möglichkeit besteht in der Wahl eines bestimmten Objekts – eines so genannten Normals – als Träger der Größe, dessen Größenwert als Einheit dient. Eine andere Möglichkeit ist einen berechneten Größenwert zu nehmen, wofür allerdings ein geeigneter physikalischer Zusammenhang zu anderen Größenwerten bekannt sein muss.