Interessantes zur Mensch-Computer-Problematik

Während meiner Buchrecherche bin ich auf Interessantes passend zum Thema Mensch-Technik gestoßen:

bei Reiz- bzw. Informationsüberflutung schließt der Mensch seine Augen.

Es gilt, nicht die Wirklichkeit durch eine neue, künstliche zu ersetzen, sondern Technologien zu entwickeln, um das Bewährte zu verbessern.
Die Kompatibilität zwischen Computern wird immer größer, es besteht jedoch umso mehr eine Inkompatibilität zwischen Mensch und Computer.

Unsichtbarkeit ist das Ziel, im Umgang mit ihr, sollte Technik überhaupt nicht wahrgenommen werden. Die Technik muss dem Menschen so nahe rücken, dass sie verschwindet.

Die Entstehung des Lebens ist das Resultat von Kommunikationsprozessen => Moleküle wirken zusammen und formen Zellen die wiederum Urtiere bilden, die in Familien zusammenleben => Evolution als Analogie zum kreativen Prozess? => Selektion, Adaption

Bits vs. Atome
Bits haben keine Farbe, kein Gewicht, keine Größe, keinen Wert => beschreiben nur einen Zustand: an oder aus, schwarz oder weiß, oben oder unten, 0 oder1

Computern fehlt der gesunde Menschenverstand eines 6-Jährigen.
Ob wir wollen oder nicht, wir reagieren auf Computer wie auf Menschen.
Die Last der Interaktion liegt immer noch völlig auf dem Nutzer.

Heute besteht die Herausforderung darin anderen eine Chance zu geben, nicht zu kommunizieren.

Fenster (Windows): Barriere zwischen dem Inneren und Äußeren => Fenster sollen geöffnet werden, um frische Luft reinzulassen und Ausblick nach draußen zu gewähren

Bücher:
breitgefächert oder vertiefend => physikalische Grenzen
Hypertext: Sammlung elastischer Botschaften, die sich je nach Handlung des Lesers ausdehnen oder zusammenpressen lassen => keine Grenzen

Einfachheit bedeutet, das Offensichtliche zu entfernen und das Sinnvolle hinzuzufügen. Der einfachste Weg zur Einfachheit führt über durchdachtes Weglassen.
Je kleiner ein Objekt, desto nachsichtiger sind wir, wenn es sich daneben benimmt.
Aus Mitleid (z.B. durch Zerbrechlichkeit) wird Respekt, wenn mehr geboten wird, als erwartet.

Versteckte Komplexität: z.B. Schweizer Taschenmesser: man sieht nur das, was man gerade benutzt, Bedienoberfläche bei Computerprogrammen: Klappmenüs
Der User besitzt die Macht aus der Einfachheit nach Belieben die Komplexität herauszuholen.
Wenn sich ein Gegenstand verkleinert, verringern sich die Erwartungen, wenn man die Komplexität versteckt, kann der User die Erwartungen selbst steuern.
Wir können zur Einfachheit keine Beziehung aufbauen, wenn wir nicht wissen wie sich Komplexität anfühlt.
Rhythmischer Wechsel: Einfachheit und Komplexität brauchen einander.

Warum fühlen sich Menschen zur Einfachheit eines Objekts hingezogen, wenn sie es anschließend wieder schmücken? (z.B. I-Pod und I-Pod-Tasche)
Illusion des Lebendigen
von Gegenständen, Zuschreibung einer eigenen spirituellen Existenz.
Design von Gegenständen, die 3 Dinge im Menschen auslösen: Gefühl, Fürsorge, Wunsch, es ein Leben lang zu behalten

Die besten Kunstwerke bewirken, dass uns der Kopf von Fragen schwirrt.
Große Kunst schafft Fragen, großes Design schafft Klarheit.

Die Möglichkeit des Rückgängigmachens schafft Vertrauen.
Macht kreativer (mehr Risiko eingehen) oder weniger kreativ (nicht zuende denken, nur probieren).

Je mehr ein System über uns weiß, desto weniger brauchen wir denken. Je mehr wir über ein System wissen, desto mehr Kontrolle können wir darüber ausüben.
Technologie schafft großartige Fähigkeiten, kann uns aber auch unfähig machen.
(Drucker mit leeren Tintenpatronen)

Quellen:
Simplicity, John Maeda
Wenn die Dinge denken lernen, Neil Gershenfeld
Total Digital, Nicholas Negroponte
Die Logik der Unvernunft, Lázló Mérö

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